DoNotPay wurde von der US-amerikanischen Federal Trade Commission (FTC) mit einer Geldstrafe von 193.000 US-Dollar belegt, weil das Unternehmen seine „Robo-Anwalt“-Dienste übertrieben hatte. Die FTC geht davon aus, dass DoNotPay Verbraucher in die Irre geführt hat, indem es behauptete, sein KI-Dienst könne ohne ausreichende Tests menschliche Anwälte ersetzen. Die Strafe ist Teil der „AI Compliance Action“ der FTC, die darauf abzielt, den Einsatz künstlicher Intelligenz zur Täuschung von Verbrauchern zu bekämpfen. Der Herausgeber von Downcodes wird diesen Vorfall im Detail interpretieren und seine Auswirkungen auf die KI-Branche analysieren.
Kürzlich hat das „Robo-Layer“-Unternehmen DoNotPay eine Einigung mit der US-amerikanischen Federal Trade Commission (FTC) erzielt und sich bereit erklärt, eine Geldstrafe von 193.000 US-Dollar zu zahlen. Diese Aktion ist Teil der „AI Compliance Action“ der FTC, die sich an Unternehmen richtet, die Dienste künstlicher Intelligenz nutzen, um Verbraucher zu täuschen.
Hinweis zur Bildquelle: Das Bild wird von KI generiert und vom Dienstanbieter Midjourney autorisiert
Die FTC wies in der Erklärung darauf hin, dass DoNotPay behauptet, die 200-Milliarden-Dollar-Rechtsbranche durch künstliche Intelligenz zu ersetzen, und behauptet sogar, dass seine „Roboteranwälte“ Rechtsdokumente erstellen und das Fachwissen menschlicher Anwälte vollständig ersetzen können. Die FTC sagte jedoch, dass DoNotPay diese Behauptungen aufgestellt habe, ohne dass Tests durchgeführt worden seien, um sie zu untermauern.
In der Beschwerde heißt es, dass die Servicetechnologie von DoNotPay nicht vollständig und auf dem neuesten Stand der Bundes- und Landesgesetze, Vorschriften und Gerichtsentscheidungen sei und nicht darauf getestet wurde, wie diese Gesetze auf bestimmte Sachverhalte anwendbar seien. Darüber hinaus haben die Mitarbeiter von DoNotPay die Qualität und Genauigkeit der durch die rechtsbezogenen Funktionen generierten Rechtsdokumente und Ratschläge nicht getestet. Darüber hinaus beschäftigt DoNotPay keine Anwälte und konsultiert keine Anwälte mit einschlägiger Rechtskompetenz, um die Qualität und Richtigkeit seiner Dienstleistungen zu überprüfen.
In der Beschwerde wird außerdem behauptet, dass DoNotPay den Verbrauchern mitgeteilt habe, dass es seinen KI-Dienst nutzen könne, um Urheberrechtsverletzungen einzuklagen, ohne menschliche Anwälte zu beauftragen, und dass der Dienst die Existenz von Websites kleiner Unternehmen ausschließlich anhand der E-Mail-Adressen der Verbraucher überprüfen könne. Das Unternehmen behauptete, dass Unternehmen durch die Nutzung seines Dienstes bis zu 125.000 US-Dollar an Anwaltskosten einsparen könnten, doch die FTC erklärte, der Dienst sei unwirksam.
Im Rahmen des Vergleichs stimmte DoNotPay der Zahlung einer Strafe in Höhe von 193.000 US-Dollar zu und wird Verbraucher zwischen 2021 und 2023 warnen, um sie an die Einschränkungen der rechtlich relevanten Produkte des Unternehmens zu erinnern. Darüber hinaus wird DoNotPay ohne Beweise nicht mehr behaupten, dass seine Dienste ein Ersatz für professionelle Dienstleistungen seien.
Neben der Geldbuße gegen DoNotPay ist die FTC auch gegen eine Reihe anderer Unternehmen vorgegangen, die Dienste künstlicher Intelligenz nutzen, um Kunden in die Irre zu führen. Dazu gehört der KI-Schreibassistent-Dienst Rytr, der den Nutzern nach Angaben der FTC Tools zur Erstellung gefälschter KI-generierter Bewertungen zur Verfügung stellte. Als Reaktion darauf kündigte die FTC kürzlich eine endgültige Regelung an, die es allen Unternehmen verbietet, gefälschte Bewertungen, einschließlich KI-generierter Bewertungen, zu erstellen oder zu verkaufen.
Schließlich reichte die FTC auch eine Klage gegen Ascend Ecom ein und beschuldigte das Unternehmen, Verbraucher um mindestens 25 Millionen US-Dollar betrogen zu haben, indem es versprochen hatte, dass Benutzer Online-Shops auf E-Commerce-Plattformen wie Amazon eröffnen und mithilfe seiner KI-Tools erhebliche monatliche Einnahmen erzielen könnten.
Highlight:
– DoNotPay erklärte sich bereit, eine Geldstrafe von 193.000 US-Dollar zu zahlen, weil es keinen Nachweis für die Wirksamkeit seiner Robo-Anwaltsdienste erbrachte.
– Die FTC verschärft die Aufsicht über Unternehmen, die KI nutzen, um Verbraucher zu betrügen, und auch andere Unternehmen wie Rytr wurden bestraft.
- ? Ascend Ecom wird vorgeworfen, Verbraucher um 25 Millionen US-Dollar betrogen zu haben und durch KI-Tools hohe Einnahmen zu versprechen.
Dieser Vorfall warnt KI-Unternehmen, dass sie in der Werbung vorsichtig sein, Produktfunktionen nicht übertreiben, Produktqualität und -zuverlässigkeit sicherstellen und rechtliche Risiken aufgrund falscher Werbung vermeiden müssen. Die Maßnahmen der FTC zeigen auch, dass die Regulierungsbehörden der Entwicklung der KI-Branche große Aufmerksamkeit schenken und eine Stärkung der Aufsicht unbedingt erforderlich ist.